Eine ungewöhnliche Saisonvorbereitung der Bergischen Zebras
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Rugby trifft auf Highland Games: Die Bergischen Zebras des WMTV Solingen tauschen den Rugbyball gegen Baumstamm und Heuballen
Eine Saisonvorbereitung muss nicht immer auf dem Rugbyplatz stattfinden. Das bewiesen die Bergischen Zebras des WMTV Solingen am 30. August 2026 bei den Scottish Days in Wuppertal. Statt Gedränge, Tacklings und Rugbyball standen an diesem Tag traditionelle schottische Disziplinen auf dem Programm: Die Zebras traten bei den Highland Games an.
Die Scottish Days feierten in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum. Aus diesem besonderen Anlass waren die Highland Games gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften der Highland Games. Entsprechend groß war der Andrang: Neben dem Team des WMTV Solingen gingen insgesamt 24 weitere Mannschaften an den Start.
Für die sieben Zebras Michael Corbishley, Maik LiVecci, Fabian Frare, Jan Nolpa, Philipp Schröder, Leon Boßmanns und Natalie Fricke bedeutete das einen sportlichen Ausflug in eine völlig ungewohnte Disziplinenwelt.
Baumstämme, Steine und Heuballen statt Rugbyball
Bei den Highland Games waren Kraft, Geschicklichkeit, Ausdauer und vor allem Teamwork gefragt. Auf dem Programm standen zahlreiche traditionelle schottische Wettbewerbe. Dazu gehörten unter anderem Heuballenwerfen, Baumstammwerfen, Steinewerfen und Steinstemmen, Hufeisenwerfen sowie verschiedene Staffel- und Laufwettbewerbe.
Auch ein Staffellauf mit einem Balken und ein Slalom gehörten zu den Herausforderungen. Eine weitere Disziplin war das traditionelle Fassrollen.
Für die rugbyerfahrenen Sportlerinnen und Sportler war es eine willkommene Abwechslung und gleichzeitig eine besondere Herausforderung. Einige der benötigten Fähigkeiten kamen den Zebras dabei durchaus bekannt vor: Kraft, Koordination, Ausdauer und ein gutes Zusammenspiel sind schließlich auch im Rugby gefragt.
Am Ende eines langen und anstrengenden Wettkampftages konnten die Bergischen Zebras einen 19. Platz unter insgesamt 25 Teams erreichen. Das Ergebnis konnte sich angesichts der starken Konkurrenz und der ungewohnten Disziplinen durchaus sehen lassen.
Ein besonderer Einmarsch
Ein echtes Highlight wartete bereits vor dem eigentlichen Wettkampf. Besonders beeindruckend war die traditionelle Eröffnungszeremonie. Alle teilnehmenden Mannschaften zogen gemeinsam unter dem Klang von Dudelsäcken auf das Wettkampffeld ein.
Für die Zebras war dieser Einmarsch ein ganz besonderer Moment und machte deutlich, dass es an diesem Tag um weit mehr ging als nur um sportliche Ergebnisse. Die Atmosphäre der Scottish Days, die schottischen Traditionen und die vielen teilnehmenden Teams sorgten für ein außergewöhnliches Sporterlebnis.
Unterstützt wurden die sieben Zebras dabei von einigen mitgereisten Supporterinnen und Supportern der Bergischen Zebras, die am Stand des Vereins aushalfen und das Team während des Wettkampfes lautstark unterstützten.
Eine Saisonvorbereitung der besonderen Art
Auch wenn der Rugbyball an diesem Tag zu Hause blieb, war der Auftritt bei den Highland Games eine gelungene Abwechslung in der Saisonvorbereitung. Kraft, Ausdauer, Teamgeist und jede Menge Spaß standen im Mittelpunkt – und genau diese Eigenschaften werden die Bergischen Zebras auch in der kommenden Rugby-Saison brauchen.
Die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Highland Games war damit eine ungewöhnliche, aber durchaus passende Saisonvorbereitung für die Rugbyspielerinnen und Rugbyspieler des WMTV Solingen.
Und wer weiß: Vielleicht findet sich ja die eine oder andere Highland-Games-Disziplin irgendwann auch einmal im Rugbytraining wieder.
[Philipp Schröder von Urff]



