Handballkrabbelgruppe – Johannes und Sascha sagen „Tschüss“
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Ein wenig mehr als fünf Jahre ist es nun her, dass unsere Handballkrabbelgruppe ins Leben gerufen wurde. Ursprünglich entstand die Idee aus einem ganz persönlichen Wunsch heraus – als ergänzendes Angebot zum Eltern-Kind-Turnen, insbesondere für Väter, die unter der Woche keine Zeit für Sportangebote mit ihren Kindern finden konnten.
Die ersten Trainingsstunden waren noch geprägt von vorsichtigen Annäherungen und vielen Fragezeichen. Zwar brachten wir Erfahrungen aus dem Handballtraining mit – aber mit Zwei- bis Vierjährigen zu arbeiten, war Neuland für uns. Doch mit jeder Woche wurden wir sicherer. Unsere Bewegungslandschaften wurden kreativer, die „Bärenjagd“ und die „Eisenbahn“ lauter und textsicherer.
Schnell entwickelte sich ein starkes Vertrauensverhältnis zu den Kindern und Eltern. Samstags wurden unsere Einheiten regelrecht herbeigesehnt, und das freute uns natürlich riesig. So war es fast selbstverständlich, dass bald auch gemeinsame Highlights wie eine Weihnachtsfeier in der großen Halle oder ein sommerlicher Abschluss mit Eis im Walder Stadtpark hinzukamen.
Auch die schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie konnten uns nicht aufhalten. Mit viel Flexibilität verlagerten wir unsere Einheiten kurzerhand nach draußen – etwa auf das Gelände am Vogelsang. Dort wurde dann nicht nur die Berge runter gekullert, sondern auch mal in der Sprungrube gebuddelt.
Wir haben in all den Jahren zwar kein Spiel gewonnen und keine Meisterschaft gefeiert – doch unsere Erfolge waren anderer Art: Schüchterne Kinder, die sich am Ende mutig in die Mitte eines Singkreises trauten, oder die kleinsten Krabbler, die plötzlich selbstbewusst von den höchsten Kästen sprangen.
Jetzt ist für uns der Moment gekommen, weiterzugehen. Auch wir sind größer geworden, beruflich und privat. Aber wir gehen mit einem guten Gefühl – denn mit Katharina und Emily haben wir zwei wunderbare Nachfolgerinnen gefunden, die unsere Kleinsten mit viel Herz und Engagement weiter begleiten werden.
Und damit bleibt uns am Ende nur noch „Tschüss“ zu sagen!
Von Johannes Kratz und Sascha Kuhlmann




